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Bestände senken ohne neue Software: Wann Excel reicht und wann nicht

Von Bernd Schäfer · Bestandsoptimierung für den Handel · Stand 1. November 2026

Kurz gesagt

Für den Start brauchen die meisten Händler keine neue Software. Die Daten stehen schon in der Warenwirtschaft: Bestand, Einkaufspreis, Verkäufe, letzter Verkauf. Mit einem Export und Excel finden Sie Ladenhüter, Überbestand und knappe Artikel und können das meiste gebundene Kapital freisetzen. Software lohnt sich, wenn die Regeln klar sind und Sie sehr viele Artikel täglich automatisch disponieren wollen. Sie ersetzt aber keine Entscheidungen und keine sauberen Stammdaten.

Ein Team plant begeistert mit Haftnotizen am Whiteboard
Ein Team plant begeistert mit Haftnotizen am Whiteboard · KI-Bild · Bestands-Manager.com

Die Daten haben Sie schon

Viele Händler glauben, für eine Bestandsanalyse bräuchten sie erst ein neues System. Doch Ihre Warenwirtschaft kennt jeden Artikel, jeden Bestand und jeden Verkauf. Sie müssen die Daten nur einmal als Liste herausholen, als Export nach Excel oder CSV. Fast jedes System kann das.

Für den Anfang reichen diese Spalten:

Was Sie mit Excel schaffen

Mit diesen Daten lassen sich die vier wichtigsten Fragen beantworten:

  1. Wo liegen Ladenhüter? Artikel ohne Verkauf seit 180 Tagen oder länger.
  2. Wo liegt zu viel? Artikel mit mehr als 180 Tagen Reichweite. Alles über 90 Tage ist zu viel.
  3. Wo droht eine Lücke? Artikel, deren Reichweite kürzer ist als die Lieferzeit plus eine Woche.
  4. Welche Artikel sind wichtig? ABC-Analyse nach Umsatz oder Rohertrag.

Das Geld kommt dann nicht aus der Software, sondern aus Entscheidungen: Bestellstopp, Rückgabe, Abverkauf, angepasste Meldebestände. Die sind in Excel genauso schnell getroffen.

Woran Sie erkennen, dass sich Software lohnt

Software zur Bestandsoptimierung kann sehr nützlich sein. Sie lohnt sich typischerweise, wenn mehreres davon zutrifft:

Was vor jeder Software kommen sollte

Unabhängig beraten

Bestands-Manager.com verkauft keine Software und ist herstellerunabhängig. Die Bestandsanalyse arbeitet mit dem Export, den Ihre Warenwirtschaft schon liefert. Wenn sich danach zeigt, dass eine Software für Sie sinnvoll ist, wissen Sie genau, was sie können muss und welche Ausgangswerte sie verbessern soll.

Häufige Fragen

Brauche ich eine Software, um Lagerbestände zu senken?

Für den Start meist nicht. Mit dem Export aus der Warenwirtschaft und Excel lassen sich Ladenhüter, Überbestand und knappe Artikel finden. Das Geld kommt aus den Entscheidungen, nicht aus dem Programm.

Wann lohnt sich Software zur Bestandsoptimierung?

Wenn Sie viele tausend Artikel täglich disponieren, viel Saisonware oder mehrere Standorte haben, die Regeln klar sind und die Stammdaten gepflegt sind.

Welche Daten brauche ich für eine Bestandsanalyse?

Artikelnummer, Bestand, Einkaufspreis, verkaufte Menge der letzten 12 Monate, Datum des letzten Verkaufs, dazu wenn möglich Lieferant und Lieferzeit.

Soll ich vor einem Systemwechsel die Bestände aufräumen?

Ja. Das neue System übernimmt die alten Bestände. Wer vorher Ladenhüter abbaut und Regeln festlegt, startet sauber und kann den Erfolg messen.

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